Wenn’s mal mehr als eins sein soll ..

Während der meisten Zeit, in der ich Geschichten schreibe, habe ich noch viele andere im Kopf und ich bin mir sicher, dass es vielen von euch genauso geht. Die Frage ist nur, ob man dem Drang an mehreren Geschichten gleichzeitig zu arbeiten, nachgeben sollte.

Experten sagen: nein.

In Fachliteratur und auch auf verschiedenen Webseiten, die sich mit dem Schreiben befassen, wird regelrecht davor gewarnt an mehreren Geschichten gleichzeitig zu arbeiten.

Die Begründung, die ich bei meiner Recherche am meisten lesen konnte, war, dass man sich dabei nicht genug auf eine Geschichte konzentrieren kann. Es bleibt eben immer eine Geschichte auf der Strecke.
Wenn man es genau nimmt, ist das eine ziemlich gute Begründung, warum man im generellen von Multi-Tasking die Finger lassen sollte. Man kann die einzelnen Aufgaben zusammen nie so gut lösen, wie man es könnte, wenn man eine Aufgabe zur Zeit bearbeitet. Die Konzentration bleibt einfach auf der Strecke.

Eine andere Begründung, von der ich viel gelesen habe, ist, dass man den Überblick verliert, welche Information zu welcher Geschichte gehört und so am Ende statt zwei Geschichten eine große verwirrende Geschichte dabei raus kommt.

Ich sage: vielleicht.

Ich glaube schon, dass an diesen Theorien etwas Wahres dran ist. Wenn es nicht so wäre, würden sicher nicht so viele das selbe darüber schreiben. Trotzdem möchte ich davor waren, das einfach so hinzunehmen. Vielmehr möchte ich es hinterfragen. Meiner Meinung nach, kommt es nämlich darauf an, was für ein Mensch man selbst ist.

Es gibt Menschen, denen es schnell zu viel wird, wenn sie sich auf mehr als eine Geschichte konzentrieren sollen. Für diese ist es natürlich empfehlenswert auf die Expertenmeinung zu hören und sich einer Geschichte nach der anderen zu widmen.

Andere Menschen wiederum können sich sehr gut auf mehr als eine Geschichte konzentrieren. Für sie ist die gleichzeitige Bearbeitung von zwei oder mehr Geschichten gar kein Problem. Ein Vermischen der Geschichten kommt bei ihnen nicht vor.

Und wer bin ich?

Doch wie findet man heraus, ob man nun mehrere Geschichten nebeneinander bearbeiten kann oder nicht? Da gibt es nur den direkten Weg: man probiert es aus.

Wenn ihr bisher also immer nur an einer Geschichte gearbeitet habt, versucht einfach mal eine zweite dazu zu nehmen. Wenn das gut klappt, könnt ihr euch überlegen entweder eine dritte hinzuzufügen oder es bei zweien zu belassen.

Ganz wichtig: sollte das Experiment, an mehreren Geschichten zur gleichen Zeit zu arbeiten, bei euch scheitern, bitte nicht traurig sein. Ihr seid nicht allein.

Noch mal nachgefragt ..

Habt ihr Erfahrung damit gemacht, an mehreren Geschichten gleichzeitig zu arbeiten? Wie habt ihr das gemacht? Würdet ihr es weiterempfehlen? Schreibt mir eure Meinung zu dem Thema.

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2 Kommentare zu „Wenn’s mal mehr als eins sein soll ..

  1. Hallo Steffi,

    in diesem Beitrag hast Du ein spannendes Thema aufgegriffen, das wohl jeden Autor früher oder später einholt. Der Grund dafür liegt darin, dass wir als vielseitig interessierte Menschen unsere Augen nicht so leicht vor anderen guten Themen verschließen.

    Aus eigener Erfahrung pflichte ich Dir erstmal bei. Wenn wir uns richtig auf unsere Themen fokussieren, können wir auch an mehreren Themen/Inhalten parallel arbeiten. Die Gefahr, diese zu vermischen, sehe ich nicht. Denn oft fallen bei der Bearbeitung oder Recherche eines Themas noch weitere Aspekte ab, die dann auch neue Beträge und Zweitthemen erzeugen.

    Ich schreibe zum Beispiel für meinen Blog oekobeobachter.com Beiträge zu Themen aus Umweltschutz und Ökologie. Da mir das aber nach Jahren zu einseitig war, habe ich einen zweiten Blog eröffnet, in dem ich weitere Themen verarbeite, die mir am Herzen liegen (Zeitkritisches, „Gedichte“, Geschichten usw.). Der Blog heißt schreibstueberl.com.

    Komme ich bei einem Beitrag auf’s Erste einmal nicht weiter, lasse ich ihn als Entwurf liegen und kümmere mich später um ihn. Mit WordPress ist da alles möglich.

    Eine Kollision oder Überschneidung bei parallelen Textausarbeitungen habe ich auf diese Weise noch nie erlebt. Außerdem beschäftigen wir uns doch ständig mit unseren Themen auch dann, wenn wir nicht schreiben.

    Lieber Gruß an Dich vom schreibhungrigen Paul 😉

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